Carl Laschet Deutschermeister 2012

Bei den Deutschen Billardmeisterschaften in der nordhessischen Kurstadt Bad Wildungen konnte der sympatische Aachener Carl Laschet, der schon im 12ten Jahr seine sportliche Heimat beim BSC Merzenich gefunden hat ungeschlagen den Meistertitel in der Disziplin Dreiband (TB) erringen.

Ungeschlagen wurde der Aachener Karambol Billardspieler Carl Laschet, der schon seit zwölf Jahren seine sportliche Heimat beim BSC Merzenich gefunden hat, Deutscher Meister in der Disziplin Dreiband (TB).

Wieder einmal wurde die nordhessische Kurstadt Bad Wildungen zum Mekka der deutschen Billard-Elite. Über 800 Sportlerinnen und Sportler haben bei den Deutschen Billardmeisterschaften an neun Turniertagen in den Kategorien Pool, Snooker, Billard Kegeln und Karambol um Meisterehren gekämpft. Der für den BSC Merzenich startende Carl Laschet hatte sich im Vorfeld für die Endrunde der Besten sechzehn aus der Bundesrepublik Deutschland in der Disziplin Dreiband (TB) qualifiziert. Bei seiner dritten Deutschen Meisterschaft traf er in der Gruppenphase auf die Spieler Christian Bichler (BC Landau), Roger Liere (BC AGB Xanten) und Jürgen Adler. Als Gruppenerster und ohne Punktverlust bei einem GD von 1,357 erreichte Carl Laschet in das Viertelfinale. Besonders erwähnenswert ist der 50:46 Erfolg nach 32 Aufnahmen gegen Roger Liere. Dieser konnte 2010 als erster Billardspieler den Meistertitel dieser Disziplin erfolgreich verteidigen. Stefan Scheler vom  SV 1889 Altenweddingen galt  als die lösbarste Aufgabe des Viertelfinales entpuppte sich jedoch für Carl Laschet als schwer zu spielender Gegner. Nach dem Zwischenstand von 42:42 brachten zwei vierer Serien den 50:42 Endstand nach 42 Aufnahmen und sicherten den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete Michael Neng von den Billardfreunden St. Hubert, der sich mit der knapsten Entscheidung der Meisterschaft gegen den amtierenden Deutschen Meister Karl Heinz Gertzen vom BC Fintrop durchsetzen konnte. Einem 50:50 nach 38 Aufnahmen folgte nach fünf Aufnahmen in der Verlängerung ein weiters Remis, als dann auf Geheiß  des Schiedsgerichtes ein Bandenentscheid letztlich einen weiterführenden drei Millimeter Vorteil für Michael Neng brachte. Beflügelt von seinem bisherigen  Ergebnis kontrollierte der Merzenicher dieses erste Halbfinale mit 50:31 nach 30 Aufnahmen ohne eine größere Serie und sah sich im Finale seinem Gruppengegner Roger Liere gegenüber. Liere war in seinem Halbfinale gegen Dirk Wörmer (BC Stadtlohn) zu einem 50:50 nach 24 Aufnahmen gekommen und erreichte das Endspiel auch erst nach fünf Aufnahmen in der Verlängerung. In der Anfangsphase des Finales konnte der Spieler aus Xanten sich einen respektabeln Vorsprung erarbeiten und hatte wohl schon seinen Dritten Titel vor Augen als Carl Laschet mit der Turnier-Höchstserie von 13 Punkten wieder ins Spiel fand. In der Folgezeit agierte der Merzenicher besonnen und stets auf Defensive bedacht während Liere zunehmend an gewohnter Sicherheit verlor.  In der 29ten Aufnahmen erreichte Carl Laschet mit einer Lösung der Spitzenklasse den geforderten 50ten Punkt und erfasste

jetzt erst wie groß sein Vorsprung war. Mit fünf Punkten im Nachstoß konnte sein Gegner lediglich Ergebniskosmetik betreiben aber den 50:39 Erfolg nicht verhindern. Bei der abschließenden Siegerehrung in der Bad Wildunger Wandelhalle wurden die Sportler in einem Festakt gebührend geehrt und offiziell in die Siegerlisten eingetragen. Gold für Carl Laschet (BSC Merzenich), Silber für Roger Liere (C AGB Xanten), Bronze für Dirk Wörmer (BC Stadtlohn) und Michael Neng (BF St. Hubert). Bei der Betrachtung des Klassements fällt auf, dass immer mehr Aktive den von der DBU geforderten Mindest GD deutlich übertreffen. Während in den letzten Jahren die Finalisten voraussehbar waren kommt heute bei steigendem Niveau fast die Hälfte des Starterfeldes für das Finale in Frage. Für einen Aktiven des BSC Merzenich ist die Deutsche Meisterschaft 2012 der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Neben guten Platzierungen,  Bronze 2007,Bronze 2008 und Silber 2009 durch Thomas Coenen, Bronze 2011 durch Jörg Undorf  ist dies die fünfte Medaille bei den Deutschen Billardmeisterschaften in sieben Jahren für einen Merzenicher in der Disziplin Dreiband (TB). (ulh)

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